Interessante Kurzvorträge für Besucher und Mitglieder

Jeden Freitag im Rahmen eines zehnminütigen Vortrags haben Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, aktuelle Themen aus dem Tagesgeschäft zu präsentieren.

Fliesen- , Platten- und Mosaikverlegung

27. April 2018, 7.00 Uhr

Michael Strunz

Geschäftsführer, Fliesen- , Platten- und Mosaikverlegung Michael Strunz GmbH

„Entscheidungen finden in Organisationen“

20. April 2018, 7.00 Uhr

Jan Terjung

Inhaber, 2steps, Mensch und Management

„Private Finanzplanung“,

23. März 2018, 7.00 Uhr

Dieter Kern

Geschäftsführender Gesellschafter, Trigonus Financial Solutions

„STD – sichere Datenübertragung“,

9. März 2018, 7.00 Uhr

Udo Raith

Geschäftsführender Gesellschafter, Visonex GmbH

„Berufsunfähigkeitsversicherung“,

2. März 2018, 7.00 Uhr

Marco Zeng

Geschäftspartner, Trigonus Financial Solutions

„Architektur“,

22. Februar 2018, 7.00 Uhr

Matthias Geissler

Inhaber, g19 architektur

„(Kunst)-Licht und Farben“,

16. Februar 2018, 7.00 Uhr

Manfred Noll

Geschäftsführender Gesellschafter, Maler Noll Baudekorations-GmbH

„Zuverlässige Verschlüsselung mit STD – der sicherste Weg für Ihren Datentransfer“,

9. Februar 2018, 7.00 Uhr

Udo Raith

Geschäftsführender Gesellschafter, Visonex GmbH

„Immobilienvermarktung in der Erbengemeinschaft“,

2. Februar 2018, 7.00 Uhr

Sylvia Uschmann

Inhaberin, Suite 11 – Agentur für schönes Wohnen

„Bedachungstechnik“,

19. Januar 2018, 7.00 Uhr

Klaus Hillebrand

Inhaber, Hillebrand Bedachungstechnik

„Dolmetschen“,
12. Januar 2018, 7.00 Uhr

Nelly Thomas

Übersetzerin, Effective in English

„Gestalte Räume, die du liebst“,

15. Dezember 2017, 7.00 Uhr

Heidrun Dörner

Inhaberin, raumimpuls.de

„WLAN-Sicherheit zerstört“,

8. Dezember 2017, 7.00 Uhr

Michel Köhler

Inhaber, Köhler EDV

„Graffitischutz“,
1. Dezember 2017, 7.00 Uhr

Manfred Noll

Geschäftsführender Gesellschafter, Maler Noll Baudekorations-GmbH

„CapitalPilot – die neue Art der Finanzkommunikation“,
24. November 2017, 7.00 Uhr

Dieter Kern

Geschäftsführender Gesellschafter, Trigonus Financial Solutions

„Neuen Wohnraum schaffen“,
20. Oktober 2017, 7.00 Uhr

Sylvia Uschmann

Inhaberin, Suite 11 – Agentur für schönes Wohnen

„Zins mit der Sicherheit von Wohnimmobilien“,
13. Oktober 2017, 7.00 Uhr

Dieter Kern

Geschäftsführender Gesellschafter, Trigonus Financial Solutions

„SASU SASI Multisprachförderbox für Kinder ab 3-6 Jahre“,
29. September 2017, 7.00 Uhr

Sandra Hosse

Personal Voice Coach, Sandrada Präsenz Coaching

„Die Notarin“,
22. September 2017, 7.00 Uhr

Rüdiger Nickel

Rechtsanwalt, Nickel & Nickel, Schächtele

„Dashcam-Beweisführung im Straßenverkehr“,
8. September 2017, 7.00 Uhr

Michael Köhler

Inhaber, Köhler EDV

„Ketone und Ketose“,
18. August 2017, 7.00 Uhr

Manfred Noll

Geschäftsführender Gesellschafter, Maler Noll Baudekorations-GmbH

„Email-Archivierung“,
11. August 2017, 7.00 Uhr

Michel Köhler

Inhaber, Köhler EDV

„Drohnenrechte“,
4. August 2017, 7.00 Uhr

Peter Sieper-Täubl

Inhaber, Peter Stone Fotografie

„Vorstellung meiner drei Unternehmensbereiche“,
28. Juli 2017, 7.00 Uhr

Sandra Hosse

Inhaberin, Sandrada Präsenz Coaching

„Gute Beziehungen – gute Ergebnisse“
21. Juli 2017, 7.00 Uhr

Jan Terjung

Inhaber, 2steps, Mensch und Management

„Diesel“,
14. Juli 2017, 7.00 Uhr

Thomas Schmitt

Geschäftsführender Gesellschafter, Autohaus Schmitt, Freigericht

„Krautinvest“,
7. Juli 2017, 7.00 Uhr

Dieter Kern

Geschäftsführender Gesellschafter, Trigonus Financial Solutions

„7 Schritte zu Ihrem Traumhaus – The 7 Dos to your Dream Home“,
23. Juni 2017, 7.00 Uhr

Heidrun Dörner

Inhaberin, raumimpuls.de

Gemeinschaftspräsentation:
„Steuerzahlungen optimieren mit Krankenversicherungsbeiträgen“,
9. Juni 2017, 7.00 Uhr

Jens Hof, Marco Zeng

JH Steuerberatungsgesellschaft mbH, Trigonus Financial Solutions GmbH

„Die Entwicklung eines Charakters am Beispiel von Nutricino“,
2. Juni 2017, 7.00 Uhr

Ulrike Börstinghaus

Geschäftsführende Gesellschafterin, Bräutigam Medien GmbH

„Reden ist Silber, Zuhören ist Kunst“,
19. Mai 2017, 7.00 Uhr

Jan Terjung

Inhaber, 2steps – mensch und management

Reden ist Silber, Zuhören ist Kunst (Skript)

„Holzschutz“,
12. Mai 2017, 7.00 Uhr

Manfred Noll

Geschäftsführender Gesellschafter, Maler Noll GmbH

„STD – Datenschutzrichtlinien“,
28. April 2017, 7.00 Uhr

Udo Raith

Geschäftsführender Gesellschafter, Visonex GmbH

„Reha und ihre Bedürfnisse“,
21. April 2017, 7.00 Uhr

Nelly Thomas

Übersetzerin, Effective in English

„Innovation Robo Advice – der digitale Weg in der Portfolioberatung“,
7. April 2017, 7.00 Uhr

Dieter Kern

Geschäftsführender Gesellschafter, Trigonus Financial Solutions GmbH

„Fastenzeit ist die Zeit zum Abnehmen“,
24. März 2017, 7.00 Uhr

Götz Nickel

Rechtsanwalt, Nickel & Nickel, Schächtele

Fastenzeit ist die Zeit zum Abnehmen (Skript)

Ab Aschermittwoch ist bis Ostern Fastenzeit. Die Zeit des Abnehmens. 40 Tage nur an Abnahme denken. Handwerker sollten das immer tun. Vor allem, wenn sie Werke errichten und fertig gestellt haben. Abnehmen bedeutet dabei nicht, Pfunde zu verlieren, zumindest nicht für jeden. Abnahme bedeutet dabei das O.K., wenn ein Handwerker seine Leistung vollbracht und seine Arbeit beendet hat. Es bedeutet ganz einfach, dass der Kunde mit der Arbeit zufrieden ist und sie als erfüllt akzeptiert. Das ist nicht nur befriedigend für den Handwerker und tut dem eigenen Anspruchsdenken gut, es ist auch gleichzeitig die rechtsverbindliche Erklärung, dass die Arbeit den vertraglichen Kriterien entspricht.

Notwendig und wichtig ist die Abnahme vor allem deswegen, weil erst nach ordentlicher und erfolgreicher Abnahme die Vergütung fällig wird. Ohne Abnahme keine Vergütung. Vorher eine Rechnung zu schreiben, ist zwar möglich, bringt aber den Kunden noch nicht in Zugzwang, d.h. macht ihn noch nicht zahlungspflichtig. Mahnungen oder gar gerichtliche Schritte vor der Abnahme sind daher vergebliche Liebesmüh‘. Erst recht können vor der Abnahme keine Zinsen auf den Rechnungsbetrag verlangt werden, sog. Verzugszinsen.

Erst mit der Abnahme wird der Rechnungsbetrag fällig. Erst mit der Abnahme beginnt die Zinspflicht bei nicht umgehender Zahlung, erst mit der Abnahme geht die Gefahr, dass das Werk untergeht, auf den Kunden über, lastet also nicht mehr auf dem Handwerker. Und erst nach der Abnahme geht die Beweislast dafür auf den Kunden über, dass Mängel vorhanden und dem Handwerker anzulasten sind. Kann er das nicht beweisen, fällt er mit seiner Mängelbehauptung hinten runter.

Wie erreicht der Handwerker eine ordnungsgemäße Abnahme durch den Kunden? Am besten geht das mit einer schriftlichen Bestätigung durch den Kunden, dass das Werk mängelfrei, in Ordnung, also vertragsgerecht ist. Aber auch ohne schriftliche Bestätigung ist eine Abnahme möglich und wirksam. Man nennt das „konkludente“ Abnahme. Wenn also der Besteller durch sein Tun oder anderweitig zu erkennen gibt, dass er mit der geleisteten Arbeit zufrieden ist und sie als vertragsgerechte Erfüllung akzeptiert. Nur ist es nicht immer einfach, das später – im Streitfall – nachweisen zu können. Dann helfen oft nur Zeugen, die aber dann auch immer glaubwürdig sein müssen. Deswegen: die Abnahme immer dokumentieren, also sich schriftlich bestätigen lassen!

Was aber passiert, wenn die Arbeit abnahmereif ist, sich der Kunde aber weigert, sie abzunehmen? Vielmehr gar nichts veranlasst? Grundsätzlich ist jeder Kunde zur Abnahme verpflichtet, wenn das Werk vollendet, also abnahmereif ist. Wenn also sämtliche Leistungen erbracht worden sind. Reagiert der Kunde hierauf nicht oder steckt er den Kopf in den Sand – vielleicht sogar, um die Fälligkeit der Rechnung hinauszuzögern und evtl. Zinsen zu sparen -, dann hilft nur eins: Kunden zur Abnahme schriftlich auffordern und ihm hierzu eine angemessene Frist setzen.

Kommt der Kunde dem immer noch nicht nach, dann schlägt die rechtliche Fiktion unerbittlich zu: Dann gilt nämlich das Werk verbindlich als „abgenommen“, abgenommen zum Zeitpunkt des Fristendes. Egal, was der Kunde sich dabei denkt, egal, ob das Werk Mängel aufweist oder in Ordnung ist. Pech gehabt für den Kunden. Das nennt man dann „fingierte“ Abnahme.

Angemessene Frist bedeutet, dass der Kunde ausreichend Zeit haben muss, sich hierauf einzustellen, vielleicht sogar einen Fachmann hinzuzuziehen, beispielsweise einen Architekten. Die Frist hängt auch vom Umfang der Arbeiten ab, auch von der Überschaubarkeit. Je größer, je umfangreicher, je unüberschaubarer, desto länger die Frist. Einen Flughafen „abzunehmen“ erfordert eine längere Frist als einen Fußboden in einer 2-Zimmer-Wohnung. Auch die Aufforderung zur Abnahme mit Fristsetzung dokumentieren. 2 Wochen würde ich als ausreichend ansehen.

Verpflichtet zur Abnahme ist der Kunde aber nur dann, wenn das Werk abnahmefähig, also abnahmereif ist. Wenn alle Leistungen erbracht sind, die vertraglich vereinbart und geschuldet sind, und wenn die Arbeiten keine Mängel aufweisen.

Nicht abnahmereif sind die Arbeiten aber nur dann, d. h. verweigern darf er die Abnahme nur dann, wenn keine wesentlichen Mängel vorhanden sind. Also: Bagatellmängel hindern nicht die Abnahme. Es müssen schon gravierende Mängel sein. Was gravierend ist, hängt, wie bei Juristen immer, vom Einzelfall ab. Sie müssen so bedeutend sein, dass ein vernünftig denkender Abnehmer das Werk als nicht im Wesentlichen mangelfrei akzeptieren würde.

Im Juristendeutsch heißt das: „Ein wesentlicher Mangel liegt dann vor, wenn die Gebrauchsfähigkeit der Leistung aufgehoben oder erheblich beeinträchtigt ist. Die Höhe der voraussichtlichen Kosten für die Mängelbeseitigung ist dabei ein gewichtiger Anhaltspunkt dafür, ob der Mangel wesentlich ist, aber stets nur einer der sämtlichen zu berücksichtigenden Umstände.“

Also: Die Richtschnur ist immer der gesunde Menschenverstand, aber nur desjenigen, der objektiv, wirtschaftlich und vernünftig denkt. Hätte ein solcher Kunde den Mangel als gravierend und wesentlich angesehen?

Allerdings gibt es auch einige Werke, die nicht abgenommen zu werden brauchen. Ganz einfach, weil sie nicht abgenommen werden können. So z.B. eine Taxifahrt. Das ist ein Werk, das als ordnungsgemäß erbracht gilt, wenn es vollendet ist, wenn also die Taxifahrt abgeschlossen ist.

Wichtigste Folgerungen hieraus:

  • Das Abnehmen ist nicht nur in der Fastenzeit von Bedeutung, für einen Handwerker oder Dienstleister bei jedem Auftrag.
  • Die Abnahme ist ein wesentliches Element zum Abschluss eines erteilten Auftrags.
  • Ohne Abnahme keine Rechnung herausschicken.
  • Weigert sich der Besteller, das Werk abzunehmen, ihn (mit Fristsetzung) schriftlich zur Abnahme auffordern.
  • Die Abnahme immer schriftlich dokumentieren.
  • Erst mit der Abnahme wird das in Rechnung gestellte Entgelt fällig und kann bei Nichtzahlung verzinst werden.
  • Das Abnehmen lohnt sich, auch für den Handwerker, auch außerhalb der Fastenzeit. Auch wenn er noch so schmal ist.

Mehr als die Summe seiner Teile …